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Redaktion

5 Gründe, warum die Tampa Bay Rays die World Series holen werden!

103 Siege, ein historischer Sweep gegen die Dodgers und der vielleicht beste Pitcher der gesamten MLB: Auf dem Papier spricht einiges für die Milwaukee Brewers. Doch wer glaubt, dass die World Series 2026 deshalb schon entschieden ist, unterschätzt die Tampa Bay Rays gewaltig. Wir haben fünf Gründe, warum die Commissioner’s Trophy am Ende nach Florida wandern könnte.

23. Oktober 2026

Niklas R. · Bases Loaded Blogbeitrag

5 Gründe, warum die Tampa Bay Rays die World Series holen werden!
Foto: Quintin Soloviev (öffnet in neuem Tab) · Quelle (öffnet in neuem Tab)

Die Tampa Bay Rays sind zurück auf der größten Bühne des Baseballsports. Zum dritten Mal in ihrer Franchise-Geschichte steht die Mannschaft aus Florida in der World Series. Nach den Niederlagen 2008 gegen die Philadelphia Phillies und 2020 gegen die Los Angeles Dodgers soll es im dritten Anlauf endlich mit dem ersten Titel klappen.

Dabei waren die Erwartungen vor der Saison keineswegs riesig. Nach zwei enttäuschenden Jahren hatten nur wenige Experten die Rays ganz oben in der American League erwartet. In unserer Preview vor der Saison landeten die Rays auf dem letzten Platz der Division, sorry dafür liebe Rays!

Doch die Mannschaft von Manager Kevin Cash überraschte die gesamte Liga. Mit 98 Siegen sicherte sich Tampa Bay die beste Bilanz der American League, sweepte anschließend die New York Yankees in der Division Series und bezwang die Cleveland Guardians in sechs Spielen in der ALCS.

Jetzt wartet mit den Milwaukee Brewers die Mannschaft mit der besten Bilanz der gesamten MLB.

Die Herausforderung könnte kaum größer sein. Doch Tampa Bay bringt alles mit, um den Favoriten zu ärgern.

1. Weil die Rays das vielleicht unangenehmste Pitching-Duo der World Series besitzen

Natürlich wird vor der World Series viel über Jacob Misiorowski gesprochen. Der junge Rechtshänder der Brewers gehört zu den spektakulärsten Pitchern der Liga und dürfte nach seiner überragenden Saison zu den Favoriten auf den Cy Young Award gehören.

Doch Tampa Bay muss sich auf dem Mound keineswegs verstecken.

Mit Drew Rasmussen und Freddy Peralta besitzen die Rays zwei Starter, die Milwaukee in einer Best-of-Seven-Serie erhebliche Probleme bereiten können.

Rasmussen hat sich in dieser Saison endgültig als Ace etabliert. Der Rechtshänder überzeugt vor allem durch seine außergewöhnliche Kontrolle, eine präzise Fastball-Platzierung und die Fähigkeit, gegnerische Batter zu schwachem Kontakt zu zwingen.

Gerade gegen die Brewers könnte das entscheidend werden. Milwaukee gehört nicht zu den Mannschaften, die ausschließlich auf Home Runs setzen. Stattdessen versucht die Offensive, konstant Bälle ins Spiel zu bringen und gegnerische Pitcher mit langen At-Bats unter Druck zu setzen.

Rasmussen besitzt die Werkzeuge, um genau diesen Rhythmus zu unterbrechen.

Und dann wäre da noch Freddy Peralta.

Der 30-Jährige wurde nach seinen starken Leistungen gegen Cleveland zum MVP der American League Championship Series ausgezeichnet. In drei Einsätzen ließ er lediglich einen Earned Run über zwölf Innings zu.

Sein Fastball und insbesondere sein schwer zu treffender Slider können auch für Milwaukees schlagstarke Offensive zum Problem werden.

Die besondere Pointe: Peralta spielte selbst jahrelang für die Brewers. Auch Rasmussen begann seine MLB-Karriere in Milwaukee.

Beide kennen die Organisation bestens und könnten ausgerechnet gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber zu entscheidenden Figuren werden.

Der Schlüssel: Wenn Rasmussen und Peralta in ihren Starts jeweils sechs starke Innings liefern, müssen die Rays nicht sieben oder acht Runs erzielen, um Spiele zu gewinnen.

2. Weil Junior Caminero ein Spiel mit einem einzigen Swing entscheiden kann

In einer World Series braucht es manchmal keinen perfekten Gameplan, sondern einen einzigen außergewöhnlichen Spieler.

Und genau den besitzen die Tampa Bay Rays mit Junior Caminero.

Der 23-jährige Third Baseman gehört längst zu den gefährlichsten Power-Hittern der American League. Seine enorme Schlägergeschwindigkeit und seine Fähigkeit, selbst schwierige Pitches mit unglaublicher Wucht zu treffen, machen ihn zu einer permanenten Gefahr.

In der Regular Season schlug Caminero 42 Home Runs und sammelte 101 RBIs.

Wie wichtig er für die Rays ist, zeigte sich auch im entscheidenden sechsten Spiel der ALCS gegen Cleveland.

Mit seinem Two-Run-Home-Run im siebten Inning sorgte Caminero für die Vorentscheidung und brachte das Tropicana Field zum Explodieren.

Gerade in einer engen World Series kann ein solcher Spieler den Unterschied machen.

Denn auch die Brewers verfügen über hervorragendes Pitching. Es ist deshalb durchaus möglich, dass einzelne Spiele durch einen einzigen großen Treffer entschieden werden.

Caminero ist genau der Spielertyp, der einen 100-mph-Fastball von Misiorowski bestrafen kann, wenn dieser einmal zu viel von der Strike Zone erwischt.

Dabei darf Milwaukee allerdings nicht den Fehler machen, sich ausschließlich auf ihn zu konzentrieren.

Mit Yandy Díaz und Jonathan Aranda stehen weitere gefährliche Batter in der Lineup, die von einer besonders vorsichtigen Herangehensweise gegen Caminero profitieren könnten.

Der Schlüssel: Tampa Bay braucht keine Home-Run-Show über neun Innings. Ein einziger großer Swing zur richtigen Zeit könnte bereits reichen.

3. Weil Tampa Bay die Brewers mit Speed und Kontakt unter Druck setzen kann

Die Milwaukee Brewers besitzen eine starke Defensive (Spoiler: Defensive der Rays wird in Punkt 4 ein Thema). Wer gegen sie gewinnen möchte, muss deshalb kreative Wege finden, Runs zu erzielen.

Genau hier liegt eine der größten Stärken der Rays.

Mit Chandler Simpson verfügt Tampa Bay über einen der schnellsten Spieler der Liga.

Der Outfielder ist das komplette Gegenteil eines klassischen Power-Hitters. Statt auf Home Runs setzt Simpson auf Kontakt, Geschwindigkeit und die Fähigkeit, selbst aus unscheinbaren Groundballs gefährliche Situationen entstehen zu lassen.

In der Regular Season kam er auf 175 Hits und 38 Stolen Bases, ohne einen einzigen Home Run zu schlagen.

Ein Spieler wie Simpson kann eine Defensive allein durch seine Anwesenheit verändern.

Ein gewöhnlicher Groundball wird plötzlich zum Infield Single. Ein Walk entwickelt sich durch einen gestohlenen Base zur Scoring Opportunity. Und ein eigentlich harmloser Ball ins Outfield kann ausreichen, um einen Run nach Hause zu bringen.

Für Milwaukee könnte das besonders interessant werden, wenn Jacob Misiorowski auf dem Mound steht.

Der junge Brewers-Star verfügt zwar über einen der härtesten Fastballs der MLB, benötigte in der Postseason allerdings mehrfach viele Pitches, um durch die gegnerischen Lineups zu kommen.

Tampa Bay könnte versuchen, ihn mit langen At-Bats, Foulballs und konstantem Kontakt früh aus dem Spiel zu nehmen.

Je schneller Misiorowski das Feld verlassen muss, desto früher kann Tampa Bay gegen den Bullpen antreten.

Und selbst wenn die Brewers defensiv kaum Fehler machen, kann die Geschwindigkeit der Rays dafür sorgen, dass aus kleinen Möglichkeiten plötzlich entscheidende Runs entstehen.

Der Schlüssel: Die Rays müssen nicht versuchen, Milwaukee mit dessen eigenen Waffen zu schlagen. Sie können stattdessen durch Kontakt, aggressives Baserunning und ständigen Druck auf die Defensive gewinnen.

4. Weil Tampa Bay defensiv kaum Geschenke verteilt

In einer World Series können Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Ein verpasster Groundball, ein ungenauer Wurf oder ein schlecht gelesener Flyball reichen manchmal aus, um eine ganze Partie zu verlieren.

Und genau deshalb könnte die Defensive der Tampa Bay Rays zum entscheidenden Faktor werden.

Besonders im Outfield besitzt Tampa Bay eine beeindruckende Mischung aus Geschwindigkeit, Reichweite und Armstärke.

Victor Mesa Jr. hat sich in dieser Saison zu einem der interessantesten jungen Outfielder der American League entwickelt. Seine defensiven Leistungen gehören zu den besten seiner Position, und mit seinem starken Wurfarm kann er gegnerische Baserunner regelmäßig davon abhalten, eine zusätzliche Base zu nehmen.

Daneben sorgt Jonny DeLuca im Center Field für Stabilität, während Chandler Simpson seine enorme Geschwindigkeit längst nicht mehr nur auf den Bases einsetzt.

Auch im Infield verfügen die Rays über einen wichtigen Spezialisten: Taylor Walls.

Der Shortstop gehört offensiv zwar nicht zu den gefährlichsten Spielern der Liga, macht diesen Nachteil allerdings durch seine defensive Klasse wett.

Gerade gegen Milwaukee könnte das besonders wichtig werden.

Die Brewers sind hervorragend darin, Bälle ins Spiel zu bringen, aggressiv die Bases zu laufen und gegnerische Fehler auszunutzen.

Doch wenn Tampa Bay aus schwierigen Groundballs Outs macht und durch präzise Würfe zusätzliche Bases verhindert, nimmt das der Offensive der Brewers einen wichtigen Teil ihrer Identität.

Wie gut dieses Zusammenspiel funktionieren kann, zeigten die Rays bereits in der ALCS gegen Cleveland. Dort überzeugten sie mehrfach mit nahezu fehlerfreiem Defensivspiel und unterstützten damit ihre ohnehin starken Pitcher.

Der Schlüssel: Wenn Tampa Bay die einfachen Outs sicher macht und zusätzlich ein oder zwei spektakuläre Defensive Plays liefert, könnte das in engen Spielen den Ausschlag geben.

**5. Weil Kevin Cash weiß, wie man aus kleinen Vorteilen große Siege macht
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Es gibt Mannschaften, die eine World Series mit möglichst vielen Superstars gewinnen wollen.

Und dann gibt es die Tampa Bay Rays.

Seit Jahren gehört die Franchise zu den innovativsten Organisationen der gesamten MLB. Kaum ein anderes Team ist so konsequent darin, Spieler entsprechend ihrer individuellen Stärken einzusetzen und aus einem vermeintlich unspektakulären Kader eine konkurrenzfähige Mannschaft zu formen.

Manager Kevin Cash spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Der 48-Jährige kennt die Herausforderungen einer World Series bereits aus eigener Erfahrung. 2020 führte er Tampa Bay ins Finale gegen die Los Angeles Dodgers, musste sich damals allerdings in sechs Spielen geschlagen geben.

Sechs Jahre später bekommt Cash die nächste Gelegenheit.

Und seine Mannschaft ist wie geschaffen für die besonderen Anforderungen einer Best-of-Seven-Serie.

Die Rays können ihre Lineup abhängig vom gegnerischen Starting Pitcher verändern, verschiedene defensive Aufstellungen nutzen und mit ihrem vielseitigen Pitching Staff auf unterschiedliche Spielsituationen reagieren.

Auch während der laufenden Partie besitzt Cash zahlreiche Möglichkeiten.

Benötigt er einen schnellen Baserunner, einen defensiven Spezialisten oder einen bestimmten Batter für ein günstiges Matchup, kann er entsprechend reagieren.

Genau diese Flexibilität könnte gegen Milwaukee entscheidend werden.

Denn die Brewers sind den Rays in ihrer Spielphilosophie erstaunlich ähnlich. Beide Mannschaften setzen auf intelligentes Baserunning, starke Defensive und ein konsequentes Ausnutzen gegnerischer Schwächen.

Es wird deshalb nicht reichen, einfach nur das bessere Team auf dem Papier zu sein.

Vielmehr dürfte entscheidend werden, welcher Manager im richtigen Moment die richtige Entscheidung trifft.

Und Kevin Cash hat in dieser Postseason bereits bewiesen, dass er seine Mannschaft hervorragend auf große Aufgaben vorbereiten kann.

Nach dem Sweep gegen die New York Yankees setzte sich Tampa Bay auch gegen die Cleveland Guardians durch.

Jetzt fehlen nur noch vier Siege zum größten Erfolg der Franchise-Geschichte.

Der Schlüssel: In einer ausgeglichenen World Series können die richtigen Wechsel, günstige Matchups und eine kluge Bullpen-Nutzung den Unterschied machen. Genau darin gehören Cash und die Rays seit Jahren zu den Besten.

Natürlich gibt es gute Gründe, die Milwaukee Brewers als Favoriten zu betrachten.

103 Siege während der Regular Season, eine ausgeglichene Offensive, ein hervorragender Bullpen und mit Jacob Misiorowski einer der besten Pitcher der gesamten MLB sprechen für die Mannschaft aus Wisconsin.

Doch Tampa Bay besitzt die passenden Antworten.

Mit Drew Rasmussen und Freddy Peralta können die Rays auf zwei herausragende Starting Pitcher zurückgreifen. Junior Caminero ist jederzeit für einen spielentscheidenden Home Run gut, während Chandler Simpson mit seiner Geschwindigkeit völlig andere Möglichkeiten eröffnet.

Dazu kommen eine starke Defensive, ein vielseitiger Kader und ein Manager, der weiß, wie man enge Postseason-Spiele gewinnt.

Die Rays müssen Milwaukee nicht in jeder Kategorie überlegen sein.

Sie müssen lediglich in vier Spielen die entscheidenden Situationen für sich entscheiden.

Und genau das haben sie in dieser Postseason bereits eindrucksvoll gezeigt.

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