Niklas R. · News

Zum entscheidenden Faktor wurde einmal mehr Starting Pitcher Drew Rasmussen. Der 31-Jährige dominierte die Offensive der Guardians über sieben Innings und ließ lediglich einen Run bei vier Hits zu. Dazu sammelte er sechs Strikeouts und erlaubte nur einen Walk.
Mit dieser Leistung schrieb Rasmussen gleichzeitig Franchise-Geschichte. Als erster Pitcher der Rays absolvierte er in einer Postseason gleich zwei Starts mit mindestens sieben Innings und maximal einem zugelassenen Run.
Ohnehin befindet sich der Rechtshänder seit dem All-Star Break in überragender Verfassung. In seinen vergangenen 15 Starts konnte Tampa Bay 14 Siege feiern. Rasmussen selbst steht in diesem Zeitraum bei einer Bilanz von 11 zu 0 und einem ERA von 1.73.
Während Rasmussen auf dem Mound überzeugte, sorgte die Offensive früh für die nötige Unterstützung. Bereits in den ersten drei Innings erzielten die Rays jeweils einen Run. Jonny DeLuca brachte sein Team im ersten Inning durch einen Bases-Loaded-Walk in Führung, ehe Jonathan Aranda im zweiten Inning mit einem RBI-Single nachlegte. Liam Hicks erhöhte schließlich im dritten Inning auf 3:0.
Cleveland hingegen fand gegen Rasmussen kaum Lösungen. Erst im sechsten Inning gelang den Guardians durch einen Fielder's Choice von Chase DeLauter der erste und letztlich einzige Run des Abends.
Auch defensiv präsentierte sich Tampa Bay in Bestform. Besonders das Middle Infield um Shortstop Taylor Walls und Second Baseman Ben Williamson überzeugte mit mehreren starken Aktionen und unterstrich damit einmal mehr die große Stärke dieser Mannschaft.
Nachdem Rasmussen vom Mound kam übernahm das Bullpen und brachte die Führung sicher über die Ziellinie. Closer Bryan Baker sicherte sich im neunten Inning seinen bereits fünften Save dieser Postseason.
Damit haben die Rays nach dem zwischenzeitlichen 1:2-Rückstand in der Serie das Momentum vollständig auf ihre Seite gezogen. Die letzten beiden Begegnungen finden nun im heimischen Tropicana Field statt, wo Tampa Bay bereits während der Regular Season zu den stärksten Teams der American League gehörte.
Für Cleveland wird die Aufgabe dagegen immer schwieriger. Zwar bewiesen die Guardians bereits in der Division Series gegen die Chicago White Sox, dass sie auch einen 0:2-Rückstand noch drehen können, doch diesmal müssen sie gleich zwei Auswärtsspiele in Folge gewinnen.
In Spiel 6 setzt Tampa Bay auf Freddy Peralta, der bereits in seinem ersten ALCS-Start sechs scoreless Innings absolvierte. Cleveland muss dagegen auf eine Kombination seiner verfügbaren Pitcher zurückgreifen, da Gavin Williams nach seinem Einsatz in Spiel 3 nicht auf verkürzter Pause starten wird.
Für die Rays wäre es die dritte World-Series-Teilnahme der Franchise-Geschichte und die erste seit 2020. Dort würden die Milwaukee Brewers warten. Eines steht bereits fest: Sollte Tampa Bay die Serie gewinnen, wird es 2026 definitiv einen neuen World-Series-Champion geben. Weder die Rays noch die Brewers konnten bislang einen Titel gewinnen.
